1 von 100 Experimenten: Es geht auch ohne Alu

Kuchenverkauf setzt Zeichen für Umweltschutz

Die Messdienerinnen und Messdiener der Pfarrei St. Cyriakus aus Ludwigshafen-Ruchheim organisieren mehrmals im Jahr Kuchenverkäufe, um die Messdienerkasse aufzubessern. Üblicherweise nehmen die  Gemeindemitglieder die Kuchenstücke in Alufolie verpackt mit nach Hause. Für den Kuchenverkauf nach dem Sonntagsgottesdienst Mitte Juni 2015 wurden die Gemeindemitglieder erstmals gebeten, eigene Haushaltdosen als Transportmittel für die gekauften Küchenstücke mitzubringen. Für alle, die keine Transportbox mitgebracht hatten, boten die Jugendlichen an, die Kuchenstücke in recyclebares Einpackpapier einzupacken.

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Foto: C. Göbel

Durch die Beschäftigung mit der Lebensstil-Kampagne "Gutes Leben. Für alle!" kamen die Messdienerinnen und Messdiener der Pfarrei St. Cyriakus aus Ludwigshafen-Ruchheimauf in den Gruppenstunden auf diese einfach umzusetzende Idee. "Die Kampagne beinhaltet ja, dass wir uns unter anderem um unsere Umwelt kümmern und der Natur weniger schaden", berichtet Corinna Göbel, die Leiterin der Messdienergemeinschaft. "Für Vieles gibt es Alternativen, die umweltfreundlich sind. So auch beim Kuchenverkauf. Deshalb stand für uns fest: Wir möchten der Umwelt nicht mehr schaden, indem wir Alufolie benutzen, um Kuchenstücke einzupacken. Dieses Anliegen wollen wir mit unserer Aktion auch ins Bewusstsein der Gemeindemitglieder rufen."

Wichtig war den Kindern und Jugendlichen, dass der Aufwand und die Kosten so gering wie möglich sind und dass jeder seinen Teil zum Gelingen des Projektes beitragen kann. Aktiv mitgemacht haben bei dem Experiment "Es geht auch ohne Alu" sechs Messdiener im Verkauf, andere haben dafür Kuchen gebacken. Corinna Göbel ergänzt die Liste der Beteiligten: "Die ortsansässige Bäckerei hat das Einpackpapier gespendet. Und letztlich haben auch die Gemeindemitglieder mitgemacht, die ihre Transportdosen mitgebracht haben."

Die Gemeindemitglieder erfuhren rechtzeitig vor dem Termin durch Vermeldungen in der Kirche und eine Anzeige im Pfarrblatt über die Aktion der Messdienergemeinschaft. Jedoch haben nicht so viele Personen wie erwartet an ihre Transportboxen gedacht, da sie es nicht gewohnt sind, solche mit in die Messe zu nehmen.  Die Idee als solche wurde in der Gemeinde positiv aufgenommen und die Messdiener wurden dafür gelobt, dass sie sich mit diesem Thema beschäftigen. Das ist der Ansporn dafür, dass die Messdiener auch in Zukunft ihre Kuchenverkäufe nach dem Motto "Es geht auch ohne Alu" gestalten möchten.

Sie haben auch schon Pläne, was sie beim nächsten Mal anders machen möchten: Damit mehr Gemeindemitglieder an die Transportboxen denken, wiederholte Erinnerungen oder zusätzlich zu den Vermeldungen selbst gestaltete Plakate in der Kirche aufhängen sowie die Gemeindemitglieder persönlich ansprechen. Zur Erleichterung des Einpackens das Einpackpapier schon vor der Aktion in angemessen große Stücke schneiden.

Ausgezeichnet! ... und zur Nachahmung empfohlen

Urkundenübergabe an Gruppe
Die Ministrantengruppe und ihre Leiterin Corinna Göbel (Bildmitte) erhielten im Kirchenpavillon der Landesgartenschau in Landau eine Teilnahmeurkunde.
Foto: Julie Waller

Im Rahmen der ökumenischen Themenwoche "Gerechtigkeit" auf der Landesgartenschau in Landau wurde das Experiment "Es geht auch ohne Alu" in den Kreis der teilnehmenden Initiativen aufgenommen. Das Experiment hat Beispielcharakter, denn die Messdienergemeinschaft setzt damit ein Zeichen für nachhaltiges Handeln bei Veranstaltungen der Pfarrei. Die Aktion weckt Umweltbewusstsein bei Gemeindemitgliedern und bindet diese aktiv darin ein, Ressourcen zu schonen und Alternativen auszuprobieren.

Corinna Göbel aus dem Leitungsteam berichtete in einer Podiumsrunde mit dem Kampagnen-Team, dass die Aktion von den Gemeindemitgliedern positiv aufgenommen wurde und regte die Zuhörenden an, diese Idee auch in anderen Orten umzusetzen.

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