Grußwort von Monsignore Pirmin Spiegel

Monsignore Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von Misereor

Kleinbauern in Burkina Faso, denen der Klimawandel die Lebensgrundlage raubt. Indigene Menschen in Peru, die Heimat und Wurzeln verlieren, weil Bergbaukonzerne dort Bodenschätze fördern, wo früher ihre Dörfer standen. Kinder, die in den stinkenden Müllbergen Kalkuttas nach Essensresten wühlen, anstatt zur Schule zu gehen – an den Rand gedrängt, als wären sie überflüssig. Jeden Tag!

Hat das mit uns zu tun, was da in der Ferne geschieht?

Wie wollen wir leben? Welche Perspektive öffnet uns unser Glaube? „Leben in ganzer Fülle“ (Joh. 10.10) Für alle! Das ist das Kriterium nach Jesus von Nazareth.

Die Größe der Herausforderung ist spürbar. Erstmals in der Geschichte leben wir in einer Situation, in der wir Menschen die Schöpfung so massiv beeinträchtigen, dass sich unumkehrbare Schäden abzeichnen. Klimawandel und Umweltzerstörung, Konflikte um Rohstoffe und Verletzung grundlegender Menschenrechte: All das bringt bereits heute großes Leid und Unrecht für viele Menschen mit sich.

Können wir so weitermachen wie bisher?

Diese Missstände und Bedrohungen sind weder Zufall noch vom Himmel gefallenes Schicksal.

Damit das Leben der Armen im Süden (und Norden) eine andere Zukunft hat, damit Ungerechtigkeiten weniger werden, damit Würde wächst, sind wir eingeladen, nachzudenken über Lebensstil und Lebenshaltungen, in denen Lebensqualität nicht mit Konsumqualität verwechselt wird.

Mit dem Katholikenrat in der Diözese Speyer und dem Bistum lädt Misereor Sie ein, mit uns für eine Welt zu kämpfen, in der jede und jeder ein Leben in Fülle führen kann: Gutes Leben. Für alle!

Auf dass man sich unserer Zeit erinnern wird als einer Zeit, in der die Suche nach Gerechtigkeit und Frieden, nach Solidarität und Sorgetragen einen neuen Auftrieb bekam.

 

Monsignore Pirmin Spiegel

Hauptgeschäftsführer von Misereor

Videogruß zur Auftaktveranstaltung

Katholikenrat Speyer
Bistum Speyer
Misereor